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„Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten heute noch.“
George Bernard Shaw
Literatur-Nobelpreisträger


Einleitung zum Themenkomplex ‚Therapie’

Genau so wenig, wie es den (einen, bestimmten) biomedizinischen Ansatz nicht gibt, sondern – wie bereits erwähnt – die richtige Kombination verschiedener Ansätze am ehesten Verbesserung verspricht, genau so wenig gibt es die (eine) Autismustherapie. Auch hier führen viele verschiedene Ansätze, individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt und richtig miteinander kombiniert, am ehesten zu Verbesserung oder sogar an Ziel.

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Therapieansätzen, die sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland etabliert haben und die von den zuständigen Kostenträgern, seien es die Krankenkassen (z.B. Ergotherapie) oder die kommunalen Träger der Sozialhilfe (Eingliederungshilfe) deswegen problemlos übernommen werden. Dass die Erfolgsaussichten dabei mitunter sehr beschränkt sind, wird dabei komischerweise in Kauf genommen. Autismus gilt derzeit als unheilbar. Vielleicht sind deshalb die Anforderungen hinsichtlich gewisser Therapieformen für autistisch Behinderte nicht sehr hoch gesteckt.

Aber ist Autismus wirklich bei jedem Betroffenen unheilbar oder geht es uns wie den Zeitgenossen von George Bernard Shaw, dass wir kritiklos die alten Maßstäbe anlegen? In der Tat gibt es zwischenzeitlich einige wirklich gute Therapieansätze, die sehr hoffnungsvoll sich darstellen und zumindest größere Verbesserungen im Verhalten oder größere Linderung der Beschwerden versprechen, als dies die etablierten Therapieansätze tun.

Diese neuen Ansätze sind für viele autistisch Behinderte leider unerreichbar, weil die dafür zuständigen Stellen sich weigern, die hierbei anfallenden Kosten zu übernehmen. Das ‚Totschlag-Argument’ hierfür ist in fast allen Fällen, dass es diesen Therapieformen an einem fehlt, nämlich dem wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit. Für diesen braucht es jedoch teure Studien, deren Notwendigkeit wiederum niemand sieht, denn es gilt ja noch der alte Maßstab: Autismus ist eben unheilbar. Basta.

Wir werden uns mit diesem Themenbereich deshalb vornehmlich mit solchen Therapieansätzen beschäftigen, denen die Lobby – auch des Bundesverbandes Autismus Deutschland e.V. – fehlt. Wir werden dabei versuchen, interessierten Eltern so gut als möglich die Wirkungsmechanismen der Therapieansätze zu erklären und Überlegungen anstellen, wie die Kosten doch noch getragen werden könnten. Wenn wir damit mehr und mehr autistisch Behinderten helfen können, in den Genuss solcher Hilfen kommen zu können und die Anzahl derer, die davon nachweislich profitieren konnte, nach und nach anwächst, dann fallen irgendwann auch alte Maßstäbe. Helfen Sie dabei mit, dass sie uns allen ihre eigenen Erfahrungen mitteilen. Wir geben gerne Zuschriften (auf Wunsch auch anonymisiert) weiter, damit andere Eltern Argumentationsgrundlagen erhalten können. In diesem Sinne viel Segen mit diesem Themenkomplex.

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