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Thema Schule für autistisch Behinderte

Als wir uns in der Zeitschrift WIR ELTERN (von Kindern mit Autismus) 1998 ausführlich mit dem Thema SCHULE beschäftigten, da hatte gerade eine Wende statt gefunden: Wenige Jahre vorher war die FC, die Methode der Gestützten Kommunikation, bekannt geworden und peu-à-peu wurde festgestellt, dass die meisten autistisch behinderten Kinder, die nicht sprechen konnten und die bis dato als geistig behindert eingestuft waren, lesen und schreiben konnten.

Nach und nach wechselten nicht-sprechende Kinder mit Autismus von der Schule für Geistigbehinderte auf Regelschulen. Teilweise auf Wunsch der Eltern, teilweise auf Initiative der Pädagogen, oftmals in beiderseitigem Interesse. Doch ohne Begleitperson klappte dies nicht. Ein Schulbegleiter musste her und die Bezahlung desselben war Neuland für Träger der Sozialhilfe, zu welchem die Eingliederungshilfe auch gehört.

Spätestens bei der Frage, wer die Kosten trägt, waren die Eltern dann wieder Einzelkämpfer, wobei wie immer Ausnahmen die Regel bestätigten. All dies hat sich jedoch in den letzten 15 Jahren eingespielt. Wir veröffentlichen deshalb zunächst keine eigenen Beiträge zu diesem Thema, sondern beschränken uns bei diesem Themenbereich auf unser Archiv. Die 1998 veröffentlichten Beiträge können sie über die rechte Spalte erreichen.


Wenn Sie jedoch als Leser Beiträge zu diesem Themenkomplex veröffentlichen wollen, möglicherweise auch, wenn Sie dazu Fragen haben und diese Frage hier an andere Leser stellen wollen (anonymisiert natürlich), dann schicken Sie uns einfach eine E-Mail.

Unsere eigenen Erfahrungen nach über 15 Jahren sind die: Viele unserer Kinder wollten unbedingt in die Regelschule, so lange als möglich. Obwohl sie dort oftmals Exoten waren, störte sie dies offenbar nicht. Das Gefühl, dazu zu gehören, war offenbar stärker gewesen. Von diesem Gesichtpunkt auf war es gut, dass viele auf Regelschulen wechseln konnten. Etliche (Nicht-Sprechende) schafften sogar Schulabschlüsse wie die Mittlere Reife oder das Abitur.

Die Ernüchterung kam dann nach der Schule. Eine Berufsaufbildung oder gar ein Studium war grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel) doch eine Nummer zu groß für sie gewesen. Eine Wiederaufnahme in den Werksbereich der Schule für praktisch Bildbare (für Geistigbehinderte) ließen die Behörden nicht zu. Die routinemäßige Werdegang zur Werkstatt für behinderte Menschen war damit unterbrochen.

Diese Gesichtspunkte sprechen dafür, dass der Weg, welcher vor 15 Jahren mit vielen gegangen wurde und dessen Ende man damals noch nicht absehen konnte, vielleicht doch nicht der richtige gewesen war. Wir geben damit weder den einen noch den anderen Ratschlag, möchten jedoch an Eltern und Pädagogen appellieren, die heute und jetzt solche Entscheidungen zu treffen haben, bitte auch daran zu denken, wie es in 10 Jahren mit dem Kind weiter gehen könnte.
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