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Als wenn das Leben nicht schon schwer genug wäre …

… wenn man autistisch behindert oder Angehöriger eines autistisch Behinderten ist, so machen viele von uns die Erfahrung, dass es nicht selten vorkommt, dass Behörden bzw. deren Mitarbeiter den Eindruck erwecken, als sei das noch nicht genug und es gelte, mit ablehnenden Bescheiden die Situation ein Stückchen schlimmer zu machen.

Es gibt 12 Sozialgesetzbücher, die die verschiedenen Leistungen der Sozialhilfe regeln. Darunter fallen auch Leistungen, die eigentlich Versicherungsleistungen sind, aber erst in bestimmten Lebenssituationen in Anspruch genommen werden können wie zum Beispiel Leistungen für Arbeitslose (ALG I), Leistungen im Krankheitsfall oder Leistungen der Pflegeversicherung. Als Sozialhilfe versteht man deshalb landläufig die Hilfe zum Lebensunterhalt für Personen, die die dafür benötigten Mittel nicht mit ihrer Hände Arbeit erwirtschaften können. Zur Sozialhilfe zählt deshalb im Besonderen Hilfe für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung sich selbst nicht helfen können und aufgrund der Behinderung sogar einen größeren Bedarf haben.

Mit diesem Rechtsgebiet beschäftigt sich vornehmlich dieser Themenbereich. Behinderte Menschen, also auch bzw. insbesondere Menschen mit Autismus, haben ein vom Gesetzgeber verbrieftes Recht, gewisse Leistungen zu erhalten. Leider ist es aber so, dass diese Leistungen nur auf Antrag bewilligt werden können und wer keinen Antrag stellt, weil er von den Möglichkeiten gar nichts weiß, geht demzufolge leer aus. Das ist ein Grund dafür, dass wir uns mit diesem Themenkomplex in Zukunft häufiger beschäftigen werden.

Ein weiterer Grund dafür ist der Umstand, dass der Gesetzgeber zwar gewisse Möglichkeiten beschrieben hat, wie die Hilfe aussehen kann, aber aus verständlichen Gründen keine Einzelheiten in die Gesetze schreiben kann. Ist eine Maßnahme überhaupt notwendig? Falls ja, welche Maßnahme ist notwendig? In welchem Umfang ist die Maßnahme notwendig? Gibt es billigere Alternativen dazu? Diese oder ähnliche Fragen werden zu jedem Antrag von Seiten der Behörden vor der Bewilligung zuerst einmal gestellt, um Missbrauch vorzubeugen. Für die Entscheidung der Behörde wird von großer Bedeutung sein, wie diese bzw. deren Sachbearbeiter den Fall einschätzen. Wenn dort die Problematik nicht erkannt wird, dann werden Maßnahmen auch nicht oder nicht im gewünschten Umfang bewilligt. Das Ergebnis ist Unzufriedenheit auf Seiten der Antragsteller, also der Betroffenen.

Wir wollen deshalb mit dieser Themenreihe unsere Leser auch dahingehend sensibilisieren, bereits bei der Antragstellung die Problematik der Situation und damit verbunden die Notwendigkeit der beantragten Maßnahme richtig zu schildern und im Streitfalle einem beauftragten Rechtsanwalt die notwendigen Informationen zukommen zu lassen, dass er einen effektiv vertreten kann.

Der Verfasser der Beiträge hat eine juristische Ausbildung, wird jedoch versuchen, die Beiträge so abzufassen, dass sie insbesondere für juristische Laien gut verstanden werden können. Falls Juristen diese Beiträge lesen, bitten wir sie, diesen Umstand zu beachten.

Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling.
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.

Zitat von Hans Christian Andersen


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