Logo Autismus-Portal


Autismus verstehen lernen:
Erklärungsansätze
Betroffene berichten
Grundlagen schaffen:
Biomedizinische Ansätze
Wahrnehmung verbessern
Verhalten verbessern
---
Hilfen in jedem Alter:
Frühförderung
Schule
Beschäftigung
VIDEO-Clips:
Videoclips
RECHT:
Behindertenrecht
Autismus-Portal:
Editorial
Impressum
Sitemap
Einleitung zum Themenbereich ABA


Die Diagnose ‚Autismus’ (sei es Frühkindlicher Autismus, Asperger-Autismus, etc.pp.) ist zunächst niederschmetternd, weil die Krankheit, Behinderung oder Störung, wie immer man dies nennen möchte, als unheilbar, als unumkehrbar gilt. Das stimmt offensichtlich nicht absolut, denn immer wieder dringen durch die Medien oder durch das Internet Berichte von Kindern, die die Symptome wieder verloren haben. Glückspilze oder beneidenswerte Einzelfälle? Da von diesen Ereignissen meistens näher berichtet wurde, ist es durchaus möglich, zu recherchieren, wie und warum dieser nicht für möglich gehaltene Erfolg eintreten konnte. Und es zeichnet sich ab, dass es grundsätzlich schon möglich ist, dass Betroffene die den Autismus auszeichnenden Symptome wieder verlieren können.

Zwei Faktoren machen das Geheimnis des Erfolgs aus: Erstens sind die Erfolgsaussichten größer, je jünger das Kind ist und zweitens bringt die richtige Kombination verschiedener Therapieansätze den Erfolg. Für sich allein gesehen ist kein bisher bekannter Therapieansatz in der Lage, annähernd ähnliche Erfolge erzielen zu können.

Biomedizinische Ansätze sind die erste Säule der Therapie, indem die Störung in ihrem Verlauf gestoppt wird und dem Körper die Möglichkeit gegeben wird, sich wieder zu regenerieren. Es bedarf aber auch einer zweiten Säule, dass nämlich der bisher angerichtete Schaden wieder gut gemacht wird. Dies betrifft insbesondere Verhaltensmuster, welches sich das autistisch behinderte Kind angeeignet hat, weil sie ihm Sicherheit geben und welche es deshalb nicht so einfach aufgeben will.

‚ABA’ ist ein durch jahrzehntelange Erfahrung gesicherter Weg, das autistisch behinderte Kind aus dem Gefängnis seiner autistischen Verhaltensweisen wieder heraus zu führen. Erst wenn dies gelungen ist, kann man davon sprechen, dass die Symptome des Autismus nicht mehr erkennbar sind.

‚ABA’ ist eigentlich ein MUSS für jedes autistisch behinderte Kind, je früher, desto besser. Es handelt sich dabei um eine sehr intensive Trainingsform, die nachweislich zum Erfolg führen kann. Dass ‚ABA’ nicht zum Standard der Autismustherapie gehört, liegt aus unserer Sicht einzig und allein daran, dass diese Maßnahme sehr zeitintensiv und damit sehr teuer ist. Selbst die engagiertesten Eltern können diesen Zeitaufwand nicht erbringen, was dazu führt, dass für ‚ABA’ Mitarbeiter gebraucht werden. Die Honorare dieser Mitarbeiter, die täglich mehrere Stunden mit dem Kind arbeiten müssen, machen diese Therapie so teuer.

Wir wollen jedoch mit dieser Einleitung junge Eltern nicht entmutigen, sich für ‚ABA’ zu entscheiden. Ganz im Gegenteil: Je mehr Eltern dafür kämpfen, desto größer wird die Chance, dass eines Tages auch ‚ABA’ eine Selbstverständlichkeit in der Behandlung autistisch Behinderter ist. Bis dato braucht es aber Einzelkämpfer-Mentalitäten der Eltern, die sich dafür entschieden haben. Die Träger der Sozialhilfe werden angesichts der hohen Kosten alle erdenklichen Argumente gegen ‚ABA’ anführen, aber mehr und mehr Eltern konnten zumindest die Sozialgerichte von der Notwendigkeit überzeugen.

Damit Eltern nicht Einzelkämpfer bleiben müssen, gibt es zwischenzeitlich sogar einen Bundesverband der ABA-Eltern. Gemeinsam ist man bekanntlich stärker. Auch wenn dieses Portal seine Schwerpunkte auf anderen Gebieten hat, so freuen wir uns über jede Zuschrift zu diesem Thema, die wir gerne veröffentlichen. Ihre Erfahrungen können anderen Eltern, die vielleicht noch unentschlossen sind, vielleicht helfen.
Anmeldung Mitglieder:
Login:
Passwort:
Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?
Mitglied werden
Externe Links
zum Thema: