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Es gibt viele Erfolgsmeldungen, die nicht mehr ignoriert werden können:

DMSO / MSM


Um es vorweg zu nehmen: Dieser Beitrag hat keinen Bezug zu den Veröffentlichungen von Kerri Rivera. Nachdem ich mich seit Frühsommer 2018 mit ihrem Therapieansatz beschäftigt habe, ist mir auch die Kritik daran nicht entgangen. Zu der Art und Weise, wie Kritik geübt wurde, nehme ich in einem separaten Beitrag noch Stellung. Allerdings musste ich im Interesse unserer Kinder einmal davon berichten oder als Konsequenz die Website Autismus-Portal vom Netz nehmen, weil dann der Anspruch nicht mehr gewährt geblieben wäre, auch über alternative Therapieansätze zu berichten, um anderen Eltern eine eigenverantwortliche Entscheidung zu ermöglichen. Dafür, und das weiß ich aus vielen Zuschriften, schätzen viele Eltern diese Website.

Da ich nachvollziehen kann, wenn Eltern angesichts der negativen Berichterstattung über CDL zurückhaltend reagieren. Die negative Berichterstattung ist zwar aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, was ich in einem separaten Beitrag noch näher erläutern werde, aber ich möchte dennoch zeitgemäße Alternativen anbieten, weil es mir ein Anliegen ist, dass autistisch Behinderte nicht mehr als notwendig unter ihrer Behinderung leiden sollen. Dieser Beitrag soll als erster dazu dienen, in dem ich zwei ähnlich aufgebaute Substanzen vorstellen möchte, die sehr segensreich sein können.

DMSO ist eine biologisch sehr gut verfügbare Schwefelverbindung, an welche ein Sauerstoff-Atom angehängt ist. Di-Methyl-Sulfon, welches auch als Methyl-Sulfonyl-Methane (MSM) bekannt ist, ist DMSO in der chemischen Form, wo zwei Sauerstoffatome an das Schwefel-Atom angehängt sind. Di-Methyl-Sulfid ist die dritte Form, wo das Sauerstoffatom entfernt wurde, also ein Molekül ohne Sauerstoff-Anhang. Sowohl DMSO als auch MSM haben die Eigenschaft, sowohl in Öl als auch in Wasser vollkommen löslich zu sein. Die dritte Form jedoch ist wasserabstoßend und daher auch nur in Ölen lösbar.

Ich wurde vor vielen Jahren im Zusammenhang mit den Recherchen zu Sekretin zum ersten Mal auf DMSO aufmerksam, allerdings erst, als der anfänglich Hype um das vermeintliche Wundermittel Sekretin bereits wieder abgeklungen war und man festgestellt hatte, dass Sekretin zwar bei dem kleinen Parker Beck offenbar eine Heilung (oder sagen wir, zumindest eine Genesung) bewirkt hatte, jedoch diese Wirkung bei anderen Kindern offenbar ausgeblieben war. Ich stieß auf einen Bericht der Victoria Beck, die berichtete, dass Parker schon nach einer gewissen Zeit das Sekretin nicht intravenös, sondern durch die Haut bekommen habe. Es ist zu vermuten, dass dies bei Parker als auch noch vielleicht einigen wenigen anderen Kindern, mit denen Victoria Beck Kontakt hatte, ein Alleinstellungsmerkmal gewesen war.

Damit komme ich bereits zu den Eigenschaften der Schwefelverbindung DMSO; die verblüffend sind: Die erste Eigenschaft ist die, dass DMSO Gewebe durchdringen und dabei andere Stoffe mitnehmen kann. Der kleine Parker erhielt also ein Mix aus DMSO und (einer geringeren Menge) Sekretin, welcher auf die Haut aufgetragen wurde. DMSO hat, so ist aufgrund verschiedener Quellen anzunehmen, das Sekretin unter Umgehung des Magens direkt in den Körper transportiert, damit es dort seine Wirkung entfalten konnte, wo es gebraucht wurde.

DMSO hat jedoch zwei weitere, ganz entscheidende Eigenschaften: Zum ersten ist es entzündungshemmend. Das liegt daran, dass die Verbindung dort, wo es notwendig ist, das Sauerstoff-Atom abgeben kann. Nach meinen Erkenntnissen ist eine der Ursachen, die die Beschwerden und Symptome beim Autismus verursachen, dass die Darmwand entzündet ist bzw. zerstört wurde. Man spricht dabei vom Leaky Gut, zu Deutsch vom durchlässigen Darm. Sofern autistisch behinderte Kinder diesbezüglich überhaupt untersucht wurden, so wurde dies immer wieder bei einer breiten Mehrheit festgestellt. Ich nenne zum Beispiel die Veröffentlichungen und Vorträge von Dr. Karoly Horvath (University of Maryland School of Medicine: Horvath, K. et al: Gastroitestinal abnormalities in children with autistic disorder, J. Pediatr, Nov. 1999).

Meine Annahme ist die, dass der kleine Parker eine Doppel-Therapie erfahren hat, ohne dass dies bewusst wurde. Aus dem Bericht der Mutter ist zu entnehmen, dass es ihr in erster Linie um einen sanfteren Weg ging, dem Kind das Sekretin in kürzeren Zeitabständen verabreichen zu können und sie sich über die eigentliche Wirkung nicht bewusst gewesen war. Nur so kann ich mir erklären, dass bei den anschließend durchgeführten Studien (Horvath und Kollegen zum Beispiel) das Sekretin immer intravenös verabreicht wurde und dieser Weg gar nicht getestet wurde. Wenn man die Eigenschaften von DMSO kennt, darf man zu Recht davon ausgehen, dass damit der Darm des noch jungen Kindes nach und nach geheilt wurde, was dazu führte, dass das Kind nicht ständig neu vergiftet wurde und sich von pathogenen Mikroben befreien konnte.

Man kann sich den Verdauungstrakt als einen langen Schlauch von 7 bis 9 Meter Länge vorstellen, der im Mund beginnt und im Anus endet. Die Därme sind dabei die wichtigsten Komponenten des Verdauungssystems, weil sie eine lebende Grenze zwischen der äußeren Welt (schädliche Bestandteile der Nahrungsmittel, Giften, Bakterien, Hefen, Pilzen und Schwermetallen) und der inneren Welt (Zellen, Enzymen, Hormonen, Gewebe und Organen) darstellt. Ihre wichtige und andauernde Aufgabe besteht darin, diese schädlichen Substanzen davon abzuhalten, diese Grenze zu passieren und in den Blutstrom zu gelangen, während sie gleichzeitig dafür sorgen müssen, dass segensreiche Nährstoffe aus der Nahrung dies tun.

Die zweite, auch ganz wichtige Eigenschaft von DMSO ist die, dass es dem Körper biologisch verfügbaren Schwefel zur Verfügung stellt. Dazu wiederhole ich ein paar Absätze aus dem Beitrag über Schwefel, welcher ebenfalls hier abrufbar ist:

Bereits im Jahre 1994 berichtete die englische Wissenschaftlerin Dr. Rosemarie Waring von der Universität Birmingham auf einer Autismus-Fachtagung in England über eine von ihr bzw. ihren Mitarbeitern festgestellte Besonderheit bei Kinder mit Autismus: Bei den Kindern, die sie testete, wiesen 92 % einen Schwefelspiegel im Plasma auf, der nur 12 % des Normallevels betrug. Es seien dabei genau diese Kinder gewesen, welche sich in den ersten 18 bis 24 Monaten zunächst normal entwickelt hatten, bevor autistische Symptome deutlich auftraten.

Das Ergebnis deshalb beachtenswert, weil eigentlich Schwefelverbindungen mit der täglichen Nahrung (= organischer Schwefel) reichlich aufgenommen werden, sodass viele Fachleute der Ansicht sind, dass ein Mangel an Schwefel im Körper nicht denkbar sei.

Fehlt biologisch verfügbarer Schwefel, so sind viele Vorgänge der Entgiftung gestört und es ergeben sich daraus eine Reihe von Auswirkungen auf den Stoffwechsel von klassischen Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Weiterhin ist Schwefel Bestandteil der Aminosäuren Methionin und Cystin und damit mitverantwortlich für den Aufbau körpereigener Eiweiße. Sie werden u.a. in das Insulin der Bauchspeicheldrüse eingebaut. Sie werden im Internet sehr viele Beiträge finden, wo beschrieben wird, wie elementar wichtig Schwefel für das Funktionieren des menschlichen Körpers ist.

Dr. Sidney M. Baker, einer der Mitbegründer der US-amerikanischen DAN!-Bewegung, stellte fest, dass er bei den vielen Kindern mit Autismus, welche er gesehen und untersucht hatte, Defizite bei wichtigen Aminosäuren festgestellt habe, wobei darunter immer wieder schwefeltransportierende Aminosäuren gewesen seien. Weil Schwefel tragende Aminosäuren bei der Entgiftung des Körpers - sowohl bei den exogenen als auch bei den endogenen Schadstoffen - beteiligt sind, können Störungen in diesen Systemen zu Störungen im Immunsystem führen. Dabei nenne ich eigens die schwefelhaltige Aminosäure Glutathion, welche viele für das stärkste körpereigene Anti-Oxidans halten. Aus eigener Erfahrung, aber auch aus vielen Berichten von Eltern scheint ein Mangel an Glutathion autismustypisch zu sein.

Gerade bei noch jungen Kindern mit Autismus sind die Selbstheilungskräfte des Körpers offenbar noch so stark, dass nach Ausschalten von schädigenden Faktoren das Immunsystem Genesung verschaffen kann, wenn dieses nicht auch schon angeschlagen ist. Dabei spielen gerade die schwefeltransportierende Aminosäuren eine ganz gewichtige Rolle. Der entscheidende Punkt ist aus meiner Sicht, dass DMSO biologisch verfügbaren Schwefel zur Verfügung stellt, was offenbar gerade bei autistisch Behinderten durch die Nahrungsaufnahme nicht der Fall ist, weil möglicherweise gewisse Enzym-System gestört sind.

Obwohl das Potential und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von DMSO schon seit vielen Jahren bekannt sind, wurde es durch entsprechende Interventionen, die ich hier nicht näher kommentieren möchte, regelrecht unterdrückt und versucht, es aus dem Markt zu drängen. Nur soviel sei dabei erwähnt: An DMSO kann kein Pharmaunternehmen Geld verdienen, sondern es ist im Gegenteil ein äußerst preiswerter Konkurrent für viele teuere Mittel. Glücklicherweise ist dies nicht gelungen, sodass DMSO gerade in den letzten Jahren wieder die Bedeutung erlangt hat, die es verdient. Zumindest immer mehr Heilpraktiker verwenden DMSO.

So finden Sie zwischenzeitlich zahlreiche Bücher zu DMSO, auf die ich verweisen möchte. Lange Zeit war das englischsprachige Buch von Dr. Morton Walker das einzige gewesen, aber zwischenzeitlich gibt es etliche Bücher darüber. Ich selbst empfehle das Buch Das DMSO-Handbuch: Verborgenes Heilwissen aus der Natur von Dr. rer. nat. Hartmut P. A. Fischer, aber da ich nicht alle Bücher darüber gelesen habe, sollten Sie die Auswahl darüber selbst treffen.

Stellt sich die Frage: Warum gibt es keine wissenschaftlichen Studien über DMSO? Die Antwort darüber ist sehr einfach und hat etwas mit DMSO selbst zu tun. Wenn DMSO im Körper zu Wirken beginnt, dann entfaltet der Patient einen Geruch, der vergleichbar mit dem ist, als wenn zuviel Knoblauch zu sich genommen hätte. Man selbst merkt es nicht, aber die Umgebung sehr wohl. Eine wissenschaftliche Studie ist nur dann sinnvoll, wenn es eine Vergleichsgruppe gibt und keiner weiß, welche Gruppe das Mittel und welche ein Placebo bekommen hat. Dies ist aus diesen Gründen nicht möglich.

Dieser Knoblauch-Geruch dürfte auch dafür ausschlaggebend sein, dass DMSO nicht von jedem genommen wird, sondern sich eher das DMSO2, nämlich das MSM durchgesetzt hat. Wie ich bereits erwähnt habe, ist MSM die gleiche Verbindung, lediglich mit zwei statt einem Sauerstoff-Atom. Der Knoblauch-Geruch entfaltete sich bei Einnahme von MSM nicht, jedoch muss es oral genommen werden. Den Vorteil, dass DMSO durch die Haut verabreicht werden kann, sehe ich insbesondere in der Anwendung bei Kindern mit Autismus. Dabei wird empfohlen, das DMSO dort anzubringen, wo es (am dringendsten) gebraucht wird, also auf den Bauch.

Da DMSO Stoffe transportieren kann, können somit auch Vitamine etc. transportiert werden. Andererseits sollte jedoch auch peinlich darauf geachtet werden, dass die Körperstelle, wo das DMSO aufgetragen wird, sauber ist und so lange frei von Kleidung bleibt, bis das DMSO eingezogen ist. Wenn dies nicht möglich ist, dann bitte ein weißes T-Shirt verwenden, da DMSO Farbstoffe auslösen und transportieren kann.

MSM wird auf jeden Fall nachgesagt, dass es sehr wirkungsvoll bei Nahrungsallergien ist. Ich kann mir dabei zwei Wirkungsmechanismen vorstellen, nämlich dass MSM ebenfalls segensreich auf die Heilung der Darmwand einwirkt und andererseits, dass nach Einnahme von MSM verschiedene Stoffwechselvorgänge besser ablaufen, sodass das ansonsten allergene Nahrungsmittel besser verdaut werden kann. Außerdem sollen DMSO als auch MSM sehr nützlich bei der Ausleitung von Giften und Schwermetallen sein (was ich schon im Beitrag über Entgiftung erwähnt habe).

Auch zu MSM gibt es zwischenzeitlich sehr viele Veröffentlichungen und Bücher. Ich kann Ihnen nur raten, sich diesbezüglich auch aus diesen Quellen zu informieren. Einen Effekt will ich dennoch zum Schluss nennen:

Sowohl DMSO als auch MSM wird nachgesagt, dass durch den organischen Schwefel der pH-Wert des Magens reguliert wird und dieser eine alkalisierende (säureregulierende) Wirkung auf den Verdauungstrakt habe. Damit wäre die regelmäßige Einnahme von DMSO und/oder MSM (kann kombiniert werden) eine Alternative zu den Vorschlägen von Kerri Rivera, weil es das Milieu zugunsten der guten Mikroben ändert. Wenn ich den Wirkungsmechanismus, mit dem bereits viele Betroffene Genesung erlangt haben, richtig gedeutet habe, dann wäre dies zumindest eine Alternative, wobei ich selbstverständlich nicht sagen kann, ob das Potential das gleiche ist.

Bei dem kleinen Parker Beck scheint es funktioniert zu haben. Aber bitte beachten Sie, dass dies noch ein relativ junges Kind gewesen ist. Nach all dem, was ich bisher gelesen habe, muss ich von der Annahme ausgehen, dass sich das schädigende Potential mit den Jahren mehr und mehr aufbaut, was erklären könnte, dass es bis dato (vor der Anwendung von CDL) ausschließlich junge Kinder waren, die Genesung erfahren haben. Deshalb gehe ich zwar davon aus, dass DMSO und MSM einen ähnlichen Wirkungsmechanismus entfalten können, aber ob der stark genug ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Wenn Sie CDL und DMSO / MSM kombinieren wollen, dann sollte dies unbedingt zeitversetzt geschehen, was ich aus etlichen Quellen vernommen habe. Dabei reicht vermutlich eine Stunde Abstand.

Um es nochmals zu betonen: Ich kann nicht beurteilen, ob DMSO und MSM eine Eins-zu-eins-Alternative zu dem Therapiekonzept von Kerri Rivera darstellen. Für diejenigen unter den Eltern, die aufgrund der (aus meiner Sicht zwar ungerechtfertigten) Berichterstattung über CDL noch zögern, CDL entsprechend anzuwenden, ist die Gabe von DMSO und/oder MSM zumindest eine Alternative, die in die richtige Richtung weist.

Eine zweite Alternative, auf die ich gestoßen bin, finden Sie im nachfolgenden Beitrag.