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2 Erfolgsgeschichten

Ist Autismus wirklich unheilbar?



Bereits Mitte der 1990er Jahre gab es in den USA zwei Erfolgsberichte von jeweils 2 recht jungen, autistisch behinderten Jungen, von deren Eltern behaupteten, sie seien vom Autismus geheilt worden. Zumindest ist aus den Berichten zu entnehmen, dass sie die für den Autismus typischen Verhaltensweisen verloren und wieder zu sprechen begonnen hatten.

Zunächst war da der kleine Parker Beck, dessen Geschichte deshalb bemerkenswert ist, weil bei ihm eine bedeutende Zufallsentdeckung gemacht wurde. Parkers Entwicklung war vergleichbar mit der vieler autistisch behinderter Kinder gewesen: Nach und nach hatte er viele bereits erworbene Fähigkeiten wieder verloren, als er eine Infusion des Hormons Sekretin erhielt. Dieses Hormon wird in der Diagnostik bei vermuteten Störungen der Bauchspeicheldrüse verabreicht. Dass der Junge also diesen Stoff bekommen hat, war so gesehen dem Zufall geschuldet.

Bald darauf nahm wie durch ein Wunder seine weitere Entwicklung eine sehr positive Wendung und er verlor nach und nach die Anzeichen des Autismus wieder.

Es gab einige Berichte von Kindern mit Autismus, die auf Sekretin ähnlich positiv reagierten wie Parker. Aber mindestens genau so viele Kinder reagierten nur sehr schwach oder gar nicht darauf. Da zunächst keine plausiblen Zusammenhänge zwischen Sekretin und Autismus erkennbar erschienen, entbrannte eine mitunter sehr emotional geführte Diskussion bzgl. der Wirksamkeit von Sekretin. Während Eltern in Sekretin verzweifelt den letzten Strohhalm sahen, der ihrem Kind doch noch helfen könnte, stützten sich die Sekretin-Gegner auf falsch interpretierte Studien.


Etwa zum gleichen Zeitraum veröffentlichte die US-Amerikanerin Karen Seroussi im amerikanischen ‚Parents Magazine' den Artikel: "Wir heilten den Autismus unseres Sohnes!" Sie bekam viele Reaktionen darauf und hat danach zusammen mit anderen Eltern ein spezielles Netzwerk (ANDI) gegründet, wo zahlreiche Eltern von ähnlichen Verbesserungen ihrer autistisch behinderten Kinder berichten. Was steckt dahinter?

Der relativ junge Miles Seroussi verlor die Anzeichen des Autismus wieder, nachdem er eine Zeit lang zuvor eine spezielle Diät begonnen hatte. Aus der Nahrung wurden strikt die Proteine Gluten (steckt in fast jedem Getreideprodukt) und Kasein (steckt in Milchprodukten) entfernt. Diese spezielle gluten- und kaseinfreie Diät (nachfolgend als gf/kf Diät abgekürzt) brachte also den schier unglaublichen Erfolg, wobei jedoch einschränkend hinzu gefügt werden muss, dass es sich bei Miles auch den anderen Kindern, wo ähnliche Erfolge berichtet wurden, vor allem um relativ junge Kinder mit Autismus gehandelt hat.

Die amerikanische Webseite ANDI enthielt eine Fülle von Berichten von Eltern sehr junger Kinder, die durch die Diät die autistischen Symptome ganz oder zu einem sehr großen Teil wieder verloren.

Nun kann man die beiden Erfolgsgeschichten als Zufall abtun. Waren die beiden Jungen überhaupt autistisch behindert? Oder man kann diese Ereignisse als ein Indiz dafür sehen, dass Heilung eben doch nicht kategorisch ausgeschlossen werden kann.