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Der Schlüssel zum Autismus liegt im Darm

Berichte über Genesungen autistisch behinderter Jungen

Die Behauptung, Autismus sei wirksam behandelbar, ruft unweigerlich Kritiker und Skeptiker auf den Plan. Ich möchte Sie deshalb mit diesen Beiträgen dazu einladen, die Spuren mit mir zu verfolgen und sich dann selbst ein Urteil zu bilden. Wenn Sie Eltern eines autistisch behinderten Kindes sind, dann werden Sie den Vorteil haben, dass Sie anschließend nicht auf Vermutungen angewiesen sind, wenn Sie für Ihr Kind entsprechende Untersuchungen veranlasst und Ergebnisse bekommen haben. Sie müssen nur das Augenmerk darauf legen, dass Sie die richtigen Untersuchungen durchführen lassen, denn sonst bekommen Sie möglicherweise ein Ergebnis, welches den wahren Zustand nicht beschreibt. Es geht nicht um Rechthaberei, es geht um Ihr Kind.

Autismus ist Kopfsache, behaupten viele aus dem Kreis der Fachleute. Diese Aussage ist zunächst nicht falsch. Anhand von Autopsien von verstorbenen Menschen mit Autismus hat man festgestellt, dass die Strukturen im Gehirn dieser Menschen verändert waren. Diese neurologischen Veränderungen sind sicherlich eine gute Erklärungsgrundlage für das Verhalten und die Störungen, die bei Autismus zu beobachten sind. Wie aber diese Veränderungen zustande gekommen sind, das konnte dadurch nicht bewiesen werden. Ausnahmen wären, wenn durch ein Ereignis wie einen Unfall man nachvollziehen könnte, dass dieses Ereignis gewisse Verletzungen nach sich vollzogen hätte.

Als Eltern von autistisch behinderten Kindern (Kinder im Sinne von Nachkömmlinge, was auch Jugendliche und Erwachsene mit einbezieht) haben wir doch die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder augenscheinlich gesund auf die Welt gekommen sind und sich der Autismus erst nach einer gewissen Zeit bemerkbar gemacht hat. Viele derjenigen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht sprechen können, hatten als kleine Kinder angefangen, das Sprechen zu lernen, bevor sie es wieder verlernten. Aber können wir uns an ein Ereignis erinnern, welches dazu geführt haben könnte, dass sich die Gehirnstruktur der Kinder verändert haben könnte?

Ich muss diese Frage offen lassen, weil ich gerne zugebe, dass mir dazu das neurologische Fachwissen fehlt, zu beurteilen, ob es möglich sein kann, dass die Veränderungen im Gehirn schon von Geburt an vorhanden gewesen sein könnten und die Kinder trotzdem anfangen konnten, das Sprechen zu lernen, um nur bei einem Beispiel zu bleiben.

Wenn es keine anderen Hinweise gäbe, dann müssten wir das eben so hinnehmen, aber Tatsache ist, dass es diese Hinweise gibt.

Zwei unglaubliche Berichte

Es geschah um die Jahrtausendwende, als hintereinander zwei Erfolgsberichte über das langsam aufkommende Internet von den USA kommend auch in Europa für Aufsehen sorgten:

Zwei recht junge, autistisch behinderte Jungen wurden vom Autismus geheilt, so zumindest die Mitteilung ihrer Eltern. Oder anders ausgedrückt: Sie verloren die für den Autismus typischen Verhaltensweisen.

Viele Eltern hierzulande haben damals danach große Hoffnungen geschöpft, die bei vielen nicht erfüllt wurden. Man hat im Laufe der Jahre diese Geschichten wieder vergessen, weil die Wunderpille gegen Autismus doch nicht gefunden wurde. Vermutlich haben die Amerikaner nur übertrieben oder einzelne Eltern haben sich wichtig gemacht. Oder vielleicht waren die Jungen gar nicht autistisch behindert. So oder so ähnlich denken sicherlich heute viele darüber, aber haben sie damit Recht?

Wer gehofft hatte, dass nach den sensationellen Entdeckungen Ende des letzten Jahrtausends jedes Jahr eine neue Entdeckung um die Autismus-Welt gehen würde, wurde leider enttäuscht. Um aber die Frage zu beantworten, was aus den Erkenntnissen übrig geblieben ist und was heute noch segensreich für autistisch behinderte Kinder sein kann, sollten zunächst einmal die Ereignisse nochmals wiederholt werden.

Zunächst war da der kleine Parker Beck, ein autistisch behinderter Junge aus den USA. Parker's Geschichte ist deshalb bemerkenswert, weil bei ihm eine bedeutende Zufallsentdeckung gemacht wurde.

Parkers Entwicklung war vergleichbar mit der vieler autistisch behinderter Kinder gewesen: Nach und nach hatte er viele bereits erworbene Fähigkeiten wieder verloren, als er eine Infusion des Hormons Sekretin erhielt. Dieses Hormon wird in der Diagnostik bei vermuteten Störungen der Bauchspeicheldrüse verabreicht. Dass der Junge also diesen Stoff bekommen hat, war so gesehen dem Zufall geschuldet.

Bald darauf nahm wie durch ein Wunder seine weitere Entwicklung eine sehr positive Wendung und er verlor nach und nach die Anzeichen des Autismus wieder.


Etwa zur gleichen Zeit veröffentlichte die US-Amerikanerin Karen Seroussi im amerikanischen ‚Parents Magazine' den Artikel: Wir heilten den Autismus unseres Sohnes! Mrs. Seroussi bekam viele Reaktionen darauf und hat danach zusammen mit anderen Eltern ein spezielles Netzwerk (ANDI) gegründet, wo zahlreiche Eltern von ähnlichen Verbesserungen ihrer autistisch behinderten Kinder berichten. Was steckt dahinter?

Der relativ junge Miles Seroussi verlor die Anzeichen des Autismus wieder, nachdem er eine Zeit lang zuvor eine spezielle Diät begonnen hatte.

Aus der Nahrung wurden strikt die Proteine Gluten (steckt in fast jedem Getreideprodukt) und Kasein (steckt in Milchprodukten) entfernt. Diese spezielle gluten- und kaseinfreie Diät (nachfolgend als gf/kf Diät abgekürzt) brachte also den schier unglaublichen Erfolg, wobei jedoch einschränkend hinzu gefügt werden muss, dass es sich bei Miles auch den anderen Kindern, wo ähnliche Erfolge berichtet wurden, vor allem um relativ junge Kinder mit Autismus gehandelt hat. Mehr dazu im Beitrag Gluten und Kasein auf dieser Website.

Die amerikanische Webseite ANDI enthält eine Fülle von Berichten von Eltern sehr junger Kinder, die durch die Diät die autistischen Symptome ganz oder zu einem sehr großen Teil wieder verloren.

Und noch eine Erfolgsgeschichte

Dr. Bernard Rimland berichtete im ARRI von einem Jungen namens Duffy aus San Fransisco und die Geschichte spielt in den 1980er Jahren, also noch früher.

Rimland beschreibt Duffy als einen aufgeweckten und aktiven Jungen, der bereits zweisprachig (englisch und italienisch) zu sprechen gelernt, bevor er sich wieder zurück zu entwickeln begonnen habe. Nachdem zwei Spezialisten die Diagnose Autismus gestellt hatten, brachten ihn die Eltern auf der Suche nach jemandem, der ihm helfen könnte, zu dem Allergologen Alan Levin. Dieser fand als erstes heraus, dass das Immunsystem des Jungen stark beeinträchtigt war.

Bevor Duffy nämlich angefangen hatte, sich autismustypisch zu entwickeln, hatte er eine Zahl von Behandlungen mit Antibiotika hinter sich, weil er immer wieder an Mittelohrentzündungen erkrankt gewesen war. Nun war es vermutlich ein Glück, dass die Eltern ihn zu einem Arzt brachten, der andere Augenmerke in Bezug auf die Diagnose und die Therapie setzte. Ich gehe davon aus, dass ein Psychiater wohl anders an die Sache heran gegangen wäre, wobei meine Annahme auf (eigenen und durch Berichte von anderen Eltern erhaltenen) Erfahrungswerten beruht. Aber der Arzt war nun einmal ein Allergologe, dem bewusst war, dass Antibiotika oft auch die Mikroorganismen töten, die dafür sorgen, dass es im menschlichen Körper zu keiner Candida-Überpopulation kommt. Auch wusste er, dass eine Candida-Infektion viel ernstere Auswirkungen haben kann, als gewöhnlich angenommen wird.

Also ließ er zunächst ganz außer Acht, dass er einen Jungen vor sich hatte, bei dem die Diagnose „Autismus“ festgestellt wurde, sodass er ihn darauf untersuchte, ob der Junge tatsächlich unter einer Candida-Überpopulation leiden würde oder nicht. Auf Verordnung des Arztes wurde der Junge mit einem Antimykotikum behandelt, also einem Mittel, welches die Pilze abtötet aber unschädlich für den menschlichen Organismus ist.

Doch statt Besserung trat zunächst das Gegenteil auf: Der Gesundheitszustand des Jungen verschlechterte sich zunächst. Da aber der Arzt Erfahrung mit dieser Behandlung hatte, konnte er den Eltern Entwarnung geben, denn eine Verschlechterung sei eine übliche Reaktion darauf, dass die Therapie wirkt. Wenn nämlich Hefezellen schnell getötet werden, geschieht eine Die-Off-Reaktion (auch als Herxheimer-Reaktion bekannt), wo metabolische Nebenprodukte (Nervengifte wie Acetaldehyd zum Beispiel) schnell in den Körper freigegeben werden. Wo wirken Nervengifte? Im Gehirn und im Zentralen Nervensystem. Aber wo kommen sie her? Aus dem Darm. Wo also liegt die Ursache? Ich denke, dass Sie sich die Antwort selbst geben können.

Doch zurück zur Geschichte. Erstens war den Eltern diese Reaktion bekannt, sodass sie die Therapie fortsetzten, obwohl das augenscheinlich widersinnig war, zumindest zu Beginn. Da der Arzt festgestellt hatte, dass bei dem Jungen auch eine Empfindlichkeit gegen Schimmel zu erkennen war, entschlossen sich die Eltern, den Wohnort zu wechseln und sie zogen ins Landesinnere in ein trockeneres Klima. Doch damit nicht genug. Der Arzt hatte ihnen erklärt, dass sie auch Grundlagen dafür schaffen sollten, dass eine Candida-Überwucherung nicht zurückkommen könnte, denn alle Hefen könne man nicht abtöten. Da bekannt ist, dass diese Hefen sich sehr schnell wieder verbreiten können, wenn sie reichlich mit Zucker (dazu zählen auch und raffinierten Kohlehydrate, denn das sind schließlich auch Zuckerverbindungen) versorgt werden, erhielt Duffy begleitend dazu eine entsprechende Diät.

Was die Diät betrifft, so ist diese heutzutage gar nicht mehr so speziell, denn eine kohlenhydratreduzierte Ernährung (oder auch low-carb-Diät genannt) ist für Menschen, die abnehmen oder ihr Gewicht halten wollen, weit verbreitet.

Rimland berichtete, dass sich Duffy in der Folgezeit wieder zu dem aufgeweckten Jungen entwickelte, der er einmal gewesen war und nach einiger Zeit nur noch ein paar wenige verbliebene autistische Züge aufgewiesen hätte. Allerdings blieb er wegen seines immer noch beeinträchtigten Immunsystems in Behandlung.

Lesen Sie mehr dazu im Beitrag über Candida.