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Autismus von außen betrachtet

Ein kurzer Überblick über autismustypische Verhaltensweisen

Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, sind es verschiedene Ausprägungen, weshalb heutzutage der Begriff Autismus-Spektrums-Störung benutzt wird. Wie der Name schon sagt, ist es ein Spektrum verschiedener Störungen, die jedoch nur in ihrer Ausprägung verschieden sind und viele Schnittmengen haben.

Um einen kurzen Überblick zu erhalten, worüber wir reden, werden nachfolgend einige autismustypische Verhaltensweisen vorgestellt, wobei diese vor allem beim „Frühkindlichen Autismus“ (die Nicht-Sprechenden) deutlich bemerkbar sind.

Autisten tun sich mit Veränderungen, insbesondere der Alltagsroutine, oft sehr schwer. Das muss nicht bei jedem Betroffenen so sein, aber dieses Merkmal ist häufig anzutreffen. Routine gibt Sicherheit. Offensichtlich ist dies für viele ungeheuerlich wichtig. Eine Erklärung dafür ist, dass nach dem Zeugnis von Betroffenen die Umwelt oft als chaotisch und verwirrend wahrgenommen wird, sodass es der Routine bedarf.


Wenn jemand ständig das gleiche macht, nennt man das eine Stereotypie. Das Bild zeigt einen autistisch behinderten Jungen, welcher mit großer Vorliebe stundenlang Sand durch die Finger rieseln lässt. Oder Wasser schöpfen und wieder ausgießen, Licht an und wieder ausmachen, Tür auf und wieder zumachen. Kleine Kinder können Stunden auf der Schaukel verbringen und wenn keine Schaukel vorhanden ist, dann ist auch ein Schaukeln im Sitzen denkbar. Nach dem Zeugnis von Betroffenen dienen solche Stereotypien dazu, die Sinne zu beruhigen, weil sie ihre Wahrnehmungen als regelrechten Terror beschreiben.


Stereotypien sind auffällig und können ziemlich nervig sein, vor allem für dass unmittelbare Umfeld des Betroffenen. Trotzdem sind sie im Gegensatz zu selbstverletzendem Verhalten immer noch ein mildes Übel. Wenn sich ein Betroffener ständig schlägt oder beißt oder mit dem Kopf gegen die Wand schlägt, dann dauert es nicht lange, bis sein Umfeld (Eltern, Familie) nicht nur ratlos, sondern auch regelrecht verzweifelt sind.

Zeichnung Angst vor Lärm

Was dazu führt, muss im Einzelfall erforscht werden. Angst vor zu starken Reizen, vor allem vor Lärm (siehe Zeichnung) bzw. das Nicht-abschalten-können von solchen Reizen können dazu führen, liefern aber auch einen plausiblen Erklärungsansatz, warum Autisten gerne neue Situationen vermeiden und oftmals Kontakte meiden.


Dabei nehmen autistisch behinderte Kinder gerade zu Erwachsenen oftmals Kontakt auf, was zu dem Irrtum führt, dass sie gar nicht so kontaktscheu (was ein Merkmal wäre) sind. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass Kontaktaufnahme mit Erwachsenen oftmals nur zu dem Zweck dient, diesen als Hilfe oder als Werkzeug zu benutzen (Mach für mich den Kühlschrank auf!).